Wissenschaftlich fundierte Informationen zu Prävention, Früherkennung und Behandlung der Alzheimer-Krankheit – mit Würde, Hoffnung und praktischer Orientierung.
der Demenzerkrankungen könnten durch beeinflussbare Risikofaktoren verzögert oder verhindert werden.
Die häufigste Form der Demenz – und eine Erkrankung, die das ganze Leben berührt.
Die Alzheimer-Krankheit ist eine progressive neurodegenerative Erkrankung, bei der Nervenzellen im Gehirn allmählich absterben. Sie führt zu einem fortschreitenden Verlust von Gedächtnis, Denkvermögen und der Fähigkeit, den Alltag selbstständig zu bewältigen.
Benannt nach dem deutschen Arzt Alois Alzheimer, der 1906 erstmals die charakteristischen Veränderungen im Gehirn beschrieb, ist sie die häufigste Ursache von Demenz. Weltweit sind Millionen Menschen betroffen – und mit ihnen ihre Familien und Angehörigen.
Obwohl es derzeit keine Heilung gibt, wächst das Wissen über Risikofaktoren, frühe Erkennung und unterstützende Behandlungen rasant. Prävention und gute Begleitung können den Verlauf und die Lebensqualität entscheidend beeinflussen.
„Es ist nie zu früh und nie zu spät, etwas für die Gesundheit des Gehirns zu tun.“
— Deutsche Alzheimer GesellschaftDie Erkrankung entwickelt sich über Jahre. Frühe Anzeichen werden oft übersehen.
Alter, Gene, Lebensstil und Gesundheit spielen zusammen eine Rolle.
Betroffene, Angehörige und Gesellschaft sind gemeinsam gefordert – und können unterstützen.
Bis zu 45 % der Demenzen hängen mit beeinflussbaren Faktoren zusammen (Lancet Commission 2024).
Frühe Zeichen ernst nehmen und professionell abklären lassen.
Schwierigkeiten, neue Informationen zu behalten. Wiederholte Fragen und verlegte Gegenstände.
Wortfindungsstörungen, abgebrochenes Sprechen oder Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen.
Sich in vertrauter Umgebung verirren oder den Überblick über Zeit und Ort verlieren.
Probleme bei gewohnten Tätigkeiten wie Kochen, Geldverwalten oder Medikamenteneinnahme.
Veränderungen der Persönlichkeit, Rückzug, Reizbarkeit oder Antriebslosigkeit.
Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern, Orten oder beim räumlichen Vorstellungsvermögen.
Das Gehirn so lange wie möglich gesund und leistungsfähig halten.
Studien zeigen: Ein gesunder Lebensstil, soziale Verbundenheit und die Behandlung von Grunderkrankungen können das Demenzrisiko deutlich senken. Es ist nie zu früh – und nie zu spät – damit anzufangen.
Soziale Kontakte und gemeinsame Aktivitäten fördern Wohlbefinden und kognitive Reserve.
Neues lernen, Musik machen, lesen oder Spiele spielen hält das Gehirn aktiv und anpassungsfähig.
Stress reduzieren, Meditation, Natur oder bewusstes Abschalten unterstützen die mentale Gesundheit.
Erholsamer Schlaf ist essenziell für die Reinigung und Regeneration des Gehirns.
Hörgeräte und Sehhilfen frühzeitig nutzen – Sinnesverluste erhöhen das Demenzrisiko.
Regelmäßiges Spazieren, Radfahren, Schwimmen oder Tanzen verbessert die Hirndurchblutung.
Mediterrane oder MIND-Diät, viel Gemüse, Beeren, Nüsse und gesunde Fette – Übergewicht vermeiden.
Rauchstopp und Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum schützen Herz und Gehirn.
Helme beim Radfahren und Sport tragen, um Schädel-Hirn-Verletzungen zu vermeiden.
Bluthochdruck, Diabetes, Cholesterin und Herzrhythmusstörungen gut einstellen lassen.
Symptomatische und krankheitsmodifizierende Ansätze im Überblick.
Diese Wirkstoffe können Symptome wie Gedächtnisprobleme und Orientierungsstörungen zeitweise lindern und die Selbstständigkeit unterstützen.
Seit 2025 ist in der EU mit Lecanemab (Leqembi) erstmals ein Medikament zugelassen, das in den Krankheitsprozess eingreift und das Fortschreiten in frühen Stadien verlangsamen kann.
Wichtig: Die Entscheidung für eine Therapie trifft die behandelnde Ärztin oder der Arzt gemeinsam mit der betroffenen Person und den Angehörigen. Neue Medikamente sind nicht für alle geeignet und bergen Risiken (z. B. Hirnödeme oder Blutungen). Eine umfassende Diagnostik und individuelle Abwägung sind unerlässlich.
Würde, Teilhabe und Unterstützung für Betroffene und Angehörige.
Struktur, vertraute Rituale, sichere Umgebung und sinnvolle Beschäftigungen helfen, Selbstständigkeit und Wohlbefinden zu erhalten.
Mehr erfahrenSelbstfürsorge, Entlastungsangebote, Beratungsstellen und Austausch in Selbsthilfegruppen sind entscheidend.
Hilfe findenVerständnis, barrierefreie Angebote und Nachbarschaftshilfe machen Teilhabe möglich – für alle.
EngagierenHier finden Sie Information, Beratung und Unterstützung in Deutschland.
Selbsthilfe, Beratung, Information und politische Arbeit
Aktuelle Forschung und verständliche Ratgeber
10 Tipps und Materialien zur Demenzvorbeugung
Forschung und klinische Studien
BIÖG-Angebote zu Demenzprävention
Adressverzeichnis der regionalen Alzheimer-Gesellschaften